Im Bild (v.l.n.r.) : M. Körber, K.-U. Schiffer, S. Hirsch, T. Thiel, J. Koscielski, R.Sandkamp, T. Sträter, W. Wengenroth
NRW-Oberliga - 1. Mannschaft
Brett Name ELO
1 FM Koscielski,Janusz 2330
2 FM Thiel,Thomas 2269
3 FM Schiffer,Kai-Uwe 2283
4 Franke,Johannes 2319
5 FM Sträter, Timo 2357
6 FM Wengenroth,Walter 2288
7 Sandkamp,Ralph 2249
8 Kähmann,Jörg 2184
1001 Hirsch,Stefan 2172
1002 Körber,Matthias 2172
Mf.: Stefan Hirsch

 

 

NRW-OBERLIGA · · · Spielplan 1. Mannschaft Saison 2018/2019 · · ·
Runde/Ort Gegner Datum Ergebnis
01. Runde in Wattenscheid (Jugendhof St.Pius) SK Münster 16.09. 2,5:5,5
02. Runde in Erkenschwick SV Erkenschwick 14.10. 4,5:3,5
03. Runde in Wattenscheid (Jugendhof St.Pius) SG Bochum 31 I 18.11. 4,5:3,5
04. Runde in Wattenscheid (Jugendhof St.Pius) SC Siegburg 09.12. 2,0:6,0
05. Runde in Köln KKS Köln 13.01. 4,5:3,5
06. Runde in Wattenscheid (Jugendhof St.Pius) SV Dinslaken 17.02.
07. Runde in Wuppertal SC Bahn Wuppertal 17.03.
08. Runde in Wattenscheid (Jugendhof St.Pius) SF Gerresheim 14.04.
09. Runde in Porz SG Porz 12.05.

 

 

 

NRW-OBERLIGA · · · 5. Runde 13.01.2018 · · ·
# KKS Köln ELO SV Wat 30 I ELO 3½:4½
1 IM Strohhäker 2439 FM Koscielski 2300 ½:½
2 IM Morawietz 2408 FM Thielk 2286 1 : 0
3 FM Helbig 2339 FM Schiffer 2265 ½:½
4 FM Bayer 2238 FM Sträter 2340 ½:½
5 Bonnmann 2229 FM Wengenroth 2295 0 : 1
6 Ludwig 2188 Sandkamp 2252 0 : 1
7 Wisskirchen 2232 Hirsch 2187 ½:½
8 Schmidt 2126 FM Schlehöfer 2271 ½:½

 

BERICHT · · · 5. Runde · · ·

Ralph Sandkamp: holte den entscheidenden Punkt zum Sieg

 

5. Runde

Mit einer kompakten Mannschaftsleistung gewann die Erste die 5. Runde in der NRW-Oberliga eher zu knapp mit 4,5:3,5. Für den kurzfristig erkrankten Johannes Franke sprang Ralph Schlehöfer ein. Das Match begann mit zwei schnellen Remisen von Stefan Hirsch und Timo Sträter in jeweils ausgeglichenen Stellungen. Ralph Schlehöfer versuchte im Mittelspiel in Vorteil zu kommen, aber sein Gegner hielt die Remisbreite, 1,5:1,5. Walter Wengenroth brachte den SV30 dann in Führung. Nachdem sein Gegner die Stellung überzog, gewann er mit konsequentem Spiel. Kai-Uwe Schiffer hatte seinen Gegner eigentlich schon überspielt, ließ ihn dann aber doch noch zum Remis entkommen. Janusz Koscielski hatte am Spitzenbrett gegen seinen starken Gegner leichte Vorteile, im Turmendspiel verflachte die Partie aber auch zum Remis. 3,5:2,5. Den vorentscheidenden Punkt holte Ralph Sandkamp, der seine Endspielstellung mit einem Mehrbauern umsichtig zum Gewinn verdichtete. In der letzten Partie war Thomas Thiel gut aus der Eröffnung gekommen und hätte vermutlich per Figurenopfer gewinnen können, was er aber nach langem Rechnen nicht machte. Im Endspiel nach 80 Zügen patzte er dann aber bei sehr wenig Restbedenkzeit und mußte die Waffen strecken, aber der 4,5:3,5-Erfolg war amtlich.
In der nächsten Runde steht das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SV Dinslaken auf dem Programm.

Hier noch der kurzweilig zu lesende Livebericht von Timo Sträter

Knapp, aber verdient

Am 13. 01. war es soweit: das vorgezogene "Abstiegsduell" gegen die Schachfreunde aus Köln auf dem Programm. Aufstellung Wattenscheid wie gehabt, wobei Edelreservist Ralf Schlehöfer dankenswerterweise den kurzfristig erkrankten Johannes Franke vertrat. Nach längerem Gekarre über regennasse Autobahnen erreichte man schließlich den Spielort in der Kölner Innenstadt. Ein muffiges Hinterzimmer, ein ranziges Gemeindehaus? Mitnichten, die Kölner verfügen über ein, man höre und staune, eigenes Ladenlokal mit verglaster Front und allem, das nur dem Schachverein zur Verfügung steht. Allerdings war die Lokalität drinnen enger, als sie von draußen aussah. Vor allem ein zeitgleich stattfindender zweiter Mannschaftskampf ließ die Räume eng werden - zwei Bretter an einem Tisch lassen bei mir klaustrophobische Anwandlungen aufkommen. Später erfuhr ich gesprächsweise, dass die Miete für das Lokal unfassbar hoch sein soll. Ja, selig ist der fromme Christ, wenn er nur gut bei Kasse ist! Es gäbe noch mehr zu erzählen, viel mehr. Aber ich möchte nun zum Eigentlichen kommen. Leider muss ich bekennen, dass ich die Partieverläufe nur bruchstückhaft wiedergeben kann, da ich die meiste Zeit mit Biertrinken, Rauchen und Quatschen verbracht habe, und nur ab und zu mal gucken ging. Details sind mir ebenfalls nicht im Gedächtnis geblieben. Es war etwa so: Nachdem wir mit Erleichterung festgestellt hatten, dass die Gegner nicht in ihrer bestmöglichen Aufstellung angetreten waren, ging es an die Bretter. Nach etwa zwei Stunden lagen die ersten Ergebnisse vor: Stefan Hirsch und der Berichterstatter gaben ihre klar ausgeglichenen Stellungen remis. Als ich einige Zeit später vom Rauchen und Biertrinken zurück kam, bot sich mir etwa folgendes Bild ( von 1 bis 8 ) Janusz Koscielski: unklar - komisch, aber Thomas Thiel schien eine gute Angriffsstellung zu haben. Ralph Sandkamp gut bis besser, Walter Wengenroth unklar, aber mit der Tendenz hin zum Besseren, Kai-Uwe Schiffer günstig, Ralf Schlehöfer optisch etwas schlechter, aber mit Sicherheit noch in der Breite. Das konnte noch was werden. Wurde es diesmal auch. Zunächst setzte sich Walter durch, der sich zuvor gekonnt aus einer optisch ungemütlichen Situation befreit hatte. Sandy hatte seinem Gegner einen Bauern abgeluchst, aber das Endspiel mit Läufern und Türmen war nicht ganz einfach zu gewinnen. Dafür hatte sich Thomas Thiels Angriffsstellung überraschend in ein leicht schlechteres Endspiel verwandelt. Nach eigenem Bekunden hatte er eine gute oder gar entscheidende Möglichkeit nicht richtig gesehen oder berechnet oder beides. Janusz hatte sich mit seinem starken Gegner Raoul Strohhäker eine interessante Kampfpartie geliefert, noch immer waren drei Resultate möglich. Da stellt Strohhäker den wichtigsten Mann auf dem Platz ein. Damit waren nur noch zwei Resultate möglich, das musste die Entscheidung sein. Sandy zeigte seine Endspielklasse, indem er das schwierige Endspiel souverän gewann. Ralf Schlehöfer machte seine Partie nach sorgfältiger Verteidigung remis. Leider auch Janusz, dem ich den Sieg über einen starken Gegner nach längerer Durstrecke gegönnt hätte. Die Möglichkeit bestand, aber es hat nicht sollen sein. Eine Phrase, gewiß, aber was will man machen. Kai - Uwe hatte durch gediegenes Spiel seine zunächst nur leicht bessere Partie in ein gewonnenes Endspiel konvertiert. Capablanca! wollte ich schon rufen, doch halt: auch diese Partie wurde Remis. Damit sich derartiges in Zukunft nicht wiederholt, hier einige Regeln für die Mannschaft:
Züge sind ab sofort mit maschineller Genauigkeit zu berechnen. Aussagen wie: "Den habe ich ja gar nicht gesehen" müssen der Vergangenheit angehören. Klarheit des Gedankens meint Klarheit des Spiels.
Dass Spieler und Uhr eine Einheit bilden müssen, setzte ich als bekannt voraus.

 

Ergebnisse Runde 4 vom 09.12.
Wat 30 I Siegburg 2 : 6
Bochum 31 Gerresheim 6 : 2
Münster Dinslaken 4 : 4
Erkenschwick KKS Köln 4½:3½
Porz Wuppertal 3½:4½
Ergebnisse Runde 5 vom 13.01.
KKS Köln Wat 30 I 3½:4½
Gerresheim Porz 3 : 5
Dinslaken Erkenschwick 4½:3½
Wuppertal Münster 2½:5½
Siegburg Bochum 31 4½:3½
NRW-Oberliga
Pl. Verein Sp. Pkte. Brett-P.
1. SC Siegburg 5 10:0 24,5
2. SV Dinslaken 5 7:3 22,0
3. SG Porz 5 6:4 22,5
4. SV Wattenscheid I 5 6:4 18,0
5. SK Münster 5 5:5 22,0
6. SV Erkenschwick 5 4:6 20,5
7. SG Bochum 31 5 4:6 20,5
8. KKS Köln 5 4:6 19,0
9. SC Wuppertal 5 4:6 18,0
10. SF Gerresheim 5 0:10 13,0